Das
Internet ist ein weltumspannendes Netzwerk aus miteinander verbundenen Computern, Servern und Geräten, die über gemeinsame Standards kommunizieren. Es basiert auf dem
TCP/IP-Protokoll, das regelt, wie Datenpakete zwischen den Geräten gesendet und empfangen werden. Zusätzlich sorgt das
Domain Name System (DNS) dafür, dass wir Websites über Adressen wie „www.example.com“ aufrufen können, anstatt lange Zahlenkombinationen (IP-Adressen) einzugeben.
Das Internet funktioniert dezentral – das bedeutet, dass es keinen zentralen Punkt gibt, an dem alles zusammenläuft. Genau das macht das System so widerstandsfähig: Fällt ein Teil aus, übernehmen andere Teile dessen Aufgaben. Diese Struktur ist nicht nur ein Sicherheitsmerkmal, sondern erlaubt auch Innovation und Wachstum über Landes- und Systemgrenzen hinweg.
Wie funktioniert das Internet?
Hinter jeder Google-Suche, jedem Video-Stream oder Online-Einkauf steckt eine komplexe Infrastruktur. Wenn du beispielsweise eine Website aufrufst, durchläuft deine Anfrage mehrere technische Schritte:
Zunächst sendet dein Browser eine Anfrage an einen DNS-Server, um die IP-Adresse der Website zu ermitteln. Anschliessend wird über das TCP/IP-Protokoll eine Verbindung mit dem Webserver aufgebaut. Die Inhalte der Seite werden dann in viele kleine Datenpakete aufgeteilt, die über verschiedene Routen durch das Netz zu deinem Gerät gesendet und dort wieder zusammengesetzt werden.
Dieser Prozess geschieht in Millisekunden und läuft in der Regel unbemerkt im Hintergrund ab. Möglich machen die Milliarden von Routern, Servern, Glasfaserkabeln und drahtlosen Netzwerken weltweit.
Unterschied zwischen Internet und World Wide Web (WWW)
Oft wird das World Wide Web mit dem Internet gleichgesetzt – dabei handelt es sich beim Web nur um einen von vielen Diensten innerhalb des Internets. Das Web nutzt HTTP und HTML, um Webseiten darzustellen, ist aber nur eine Anwendung unter vielen. Weitere wichtige Dienste im Internet sind zum Beispiel E-Mail, VoIP, FTP oder Streaming-Dienste.
Das Verständnis dieses Unterschieds hilft zu begreifen, warum das Internet auch dann funktioniert, wenn das Web nicht erreichbar ist, und warum neue Anwendungen wie das Internet der Dinge (IoT) oder dezentrale Netzwerke wie Blockchain sich ebenfalls auf die gleiche Infrastruktur stützen.
Warum wurde das Internet erfunden?
Das ursprüngliche Ziel der Internetentwicklung war die sichere, zuverlässige Kommunikation zwischen Rechnern, insbesondere im Kontext des Kalten Kriegs. Später wurde es ein Werkzeug für die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen weltweit. Mit der Verbreitung des World Wide Web ab den 1990er-Jahren entwickelte sich das Internet jedoch schnell zu einer Plattform für Wirtschaft, Bildung, Unterhaltung und sozialen Austausch.
Heute ist das Internet eine der wichtigsten Infrastrukturen unserer Zeit – vergleichbar mit Strom oder Wasser. Es verändert, wie wir leben, arbeiten, lernen und miteinander kommunizieren.
Wer betreibt das Internet heute?
Das Internet wird nicht zentral kontrolliert oder von einer einzigen Organisation verwaltet. Stattdessen gibt es viele Akteure, die gemeinsam dafür sorgen, dass das Netz funktioniert und weiterentwickelt wird. Internet Service Provider (ISPs) stellen dir den Zugang bereit. ICANN vergibt IP-Adressen und verwaltet Domainnamen. Technische Standards werden von der IETF entwickelt, und das W3C kümmert sich um Web-Technologien wie HTML oder CSS.
Diese dezentrale Struktur ist ein entscheidender Vorteil: Sie schützt das Internet vor politischer Einflussnahme und macht es widerstandsfähiger gegen Ausfälle oder Manipulation.